
Eine der beliebtesten Anwendungen der NFC-Technologie ist die Erstellung einer digitalen Visitenkarte, die sich sofort über einen NFC-Tag, eine NFC-Karte oder jedes NFC-fähige Gerät teilen lässt.
Was ist das?
Mit einer digitalen Visitenkarte können Sie Ihre beruflichen Kontaktdaten wesentlich einfacher und professioneller teilen als mit einer herkömmlichen Papier-Visitenkarte. Es genügt, die NFC-Karte an ein Smartphone zu halten, um ein vollständiges digitales Profil zu öffnen – ganz ohne manuelle Eingabe von Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
Traditionell werden digitale Kontakte im vCard-Format (Datei .vcf) gespeichert. Dieser Standard ermöglicht den einfachen Export und Import von Kontakten zwischen verschiedenen Geräten und Betriebssystemen.
Beim Programmieren eines NFC-Tags wird in der Regel ein NDEF-Datensatz verwendet. Dieser universelle Standard sorgt dafür, dass der Tag von den meisten Geräten problemlos gelesen werden kann. Zu den verschiedenen NDEF-Datensatztypen gehören unter anderem URLs und vCards.
Der Einsatz von NFC im Marketing verbreitete sich besonders mit der Einführung des iPhone XR. Ab diesem Modell integrierte Apple die Funktion Background Tag Reading, wodurch die Benutzererfahrung der von Android-Geräten sehr ähnlich wurde. Enthält der NFC-Tag einen Weblink, wird dieser automatisch geöffnet.
Allerdings unterstützt die Hintergrunderkennung des iPhones derzeit nicht alle NDEF-Datensatztypen. Insbesondere wird das vCard-Format nicht direkt unterstützt.
Wie lässt sich dieses Problem lösen?
Eine mögliche Lösung besteht darin, den NFC-Chip mit zwei NDEF-Datensätzen zu programmieren: Der erste enthält die vCard, der zweite einen Weblink.
Android-Smartphones lesen in der Regel den ersten NDEF-Datensatz und öffnen den Kontakt direkt in der Kontakte-App.
iPhones hingegen können den vCard-Datensatz überspringen und stattdessen den zweiten Datensatz mit dem Weblink öffnen. Die URL sollte auf eine öffentlich zugängliche .vcf-Datei verweisen, sodass Safari den Kontakt automatisch herunterladen kann.
Eine modernere Alternative: TagLink Business Profile
Heute besteht die modernste Lösung nicht mehr darin, eine statische vCard direkt im NFC-Chip zu speichern, sondern den NFC-Tag oder die NFC-Karte mit einem dynamischen Business Profile zu verknüpfen.
Mit TagLink Business Profile können Sie ein professionelles digitales Profil erstellen, das Kontaktdaten, Unternehmensinformationen, Website, Social-Media-Links, Bewertungen, Bilder, Videos und viele weitere Inhalte enthält.
Dadurch wird die NFC-Visitenkarte zu einem deutlich leistungsfähigeren Werkzeug als eine einfache vCard und bietet Ihren Kontakten ein modernes, professionelles und individuell gestaltetes Nutzererlebnis.
Warum ein dynamisches Business Profile wählen?
Ein dynamisches Business Profile ermöglicht es Ihnen, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Position, Unternehmensdaten, Social-Media-Links und alle weiteren Informationen jederzeit zu aktualisieren – ganz ohne den NFC-Chip erneut programmieren zu müssen.
Es ist außerdem die ideale Lösung für Unternehmen und Fachkräfte, die stets aktuelle digitale Visitenkarten bereitstellen und gleichzeitig die volle Kontrolle über die geteilten Inhalte und ihre Markenpräsenz behalten möchten.
Nützliche Ressourcen
Falls Sie dennoch eine .vcf-Datei erstellen möchten, können Sie diese direkt aus Ihrem Adressbuch exportieren oder kostenlose Tools wie vCard Maker verwenden.
Nach der Erstellung kann die Datei auf Ihren eigenen Webserver oder in einen Cloud-Speicher wie Google Drive oder Dropbox hochgeladen werden. Achten Sie darauf, dass die Datei öffentlich zugänglich ist.
Zum Programmieren des NFC-Chips empfehlen wir die kostenlose App NFC TagWriter by NXP, die sowohl für Android als auch für iOS verfügbar ist.
Beachten Sie den Speicher des NFC-Chips
Eine vollständige vCard mit Vorname, Nachname, Unternehmen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer benötigt vergleichsweise viel Speicherplatz. Deshalb empfehlen wir einen NTAG216-Chip, der ausreichend Speicher für einen vollständigen Kontakt bietet.
Wenn Sie eine professionellere, flexiblere und jederzeit aktualisierbare Lösung bevorzugen, können Sie Ihren NFC-Tag mit einer einfachen URL programmieren und ihn mit einem TagLink Business Profile verbinden. So umgehen Sie die Einschränkungen klassischer vCards.




